Unsere Kompetenzen

Bewegungslabor

Unser Labor für Bewe­gungs- und Funk­ti­ons­dia­gnos­tik bie­tet ein brei­tes Spek­trum von bio­me­cha­ni­schen und leis­tungs­phy­sio­lo­gi­schen Unter­su­chun­gen an. Wir kön­nen dyna­mi­sche Bewe­gungs­ab­läu­fe des Kör­pers in unter­schied­li­chen Posi­tio­nen und unter sport­art­spe­zi­fi­schen Belas­tun­gen ana­ly­sie­ren. Mus­keln und Fas­zi­en sind bei der Bewe­gung die wesent­li­chen Ele­men­te, die die Schwer­kraft beding­ten Dreh­mo­men­te aus­glei­chen müs­sen. Die­se Leis­tungs­an­for­de­run­gen füh­ren zu schmerz­haf­ten Fehl­funk­tio­nen, die durch radio­lo­gi­sche Ver­fah­ren (Kern­spin­to­mo­gra­phie, Rönt­gen­un­ter­su­chung) oft­mals nicht nach­weis­bar sind.
Geziel­te Ana­ly­sen der Mus­kel­ket­ten und Fas­zi­en in der Bewe­gung kön­nen die­se Dys­funk­tio­nen sehr früh­zei­tig dar­stel­len. Dies ermög­licht spe­zi­fi­sche The­ra­pie- und Ver­halt­ens­emp­feh­lun­gen bevor struk­tu­rel­le Schä­di­gun­gen auf­tre­ten.
Im Hoch­leis­tungs­sport bestim­men die Bewe­gungs­la­bor-Ana­ly­sen zuneh­mend den „return to play“, also den idea­len Moment für Belas­tungs­stei­ge­run­gen, und den „return to com­pe­ti­ti­on“, also den opti­ma­len Zeit­punkt für den Wie­der­ein­stieg in den Wett­kampf. In der Reha­bi­li­ta­ti­on, bei­spiels­wei­se nach künst­li­chem Gelenk­er­satz, sind das Abstel­len fal­scher Bewe­gungs­ab­läu­fe und das Erler­nen span­nungs­ar­mer Bewe­gungs­mus­ter ent­schei­den­de The­ra­pie­ele­men­te. Die­se wer­den am wir­kungs­volls­ten erreicht, wenn die Mus­kel­ak­ti­vi­tät wäh­rend der Trai­nings­pro­gram­me gesteu­ert wird.
Unser Ziel ist es, die Ursa­chen Ihrer Beschwer­den bes­tens zu ver­ste­hen und Ihnen eine opti­ma­le The­ra­pie­stra­te­gie zu prä­sen­tie­ren. Die Aus­wer­tung der Vor­be­fun­de ermög­licht eine prä­zi­se Aus­wahl not­wen­di­ger dia­gnos­ti­scher Ver­fah­ren. Wie in der Kar­dio­lo­gie auch, wird das Vor­ge­hen auf Ihre per­sön­li­che Fra­ge­stel­lung abgestimmt.

OP-Vermeidung — OP-Veredelung

OP-Vermeidung – heute und morgen

Wesent­li­che Stu­di­en­ergeb­nis­se der letz­ten Jah­re bele­gen, dass nicht Men­schen mit den ver­meint­lich „güns­tigs­ten“ MRT- oder Rönt­gen-Befun­den die gerings­ten mus­ku­los­ke­let­ta­len Beschwer­den haben. Die größ­te Bewe­gungs­ver­bes­se­rung, die umfas­sends­te Schmerz­lin­de­rung und die best­mög­li­che OP-Ver­mei­dung wer­den dann erzielt, wenn im Rah­men ortho­pä­di­scher Behand­lun­gen das „Motor Con­troll-Sys­tem“ opti­mal reha­bi­li­tiert wird. Das MCS beinhal­tet das Zusam­men­spiel der tie­fen, unbe­wusst agie­ren­den Mus­ku­la­tur (pos­tu­ra­les Sys­tem), der ober­flä­chi­gen, über­wie­gend bewusst agie­ren­den Mus­ku­la­tur (glo­ba­les Sys­tem) und die Steue­rung der Mus­kel­ket­ten und der Gelen­ke durch das Ner­ven­sys­tem. Die­se drei Kom­po­nen­ten müs­sen in ihrer Inten­si­tät und in der zeit­li­chen Abstim­mung ihrer Akti­vi­tät prä­zi­se zusammenarbeiten.

Die­se Zusam­men­ar­beit dient der Auf­ga­be, Hal­tung und Bewe­gung im Schwer­kraft­feld der Erde zu garan­tie­ren. Denn die Schwer­kraft ver­ur­sacht je nach Kör­per­po­si­ti­on und Gang­pha­se sehr unter­schied­li­che Dreh­mo­men­te. Das MCS muss die Dreh­mo­ment­wir­kun­gen an den Gelen­ken wir­kungs­voll aus­glei­chen können.

Durch die Anwen­dung die­ser Kon­zep­te kön­nen wir einen hohen Anteil auch uni­ver­si­tär emp­foh­le­ner Ope­ra­tio­nen sys­te­ma­tisch und seri­ös abwenden.

OP-Vermeidung – das vergessene Fachgebiet der Schulmedizin

„OP-Ver­mei­der“ müs­sen daher neben ortho­pä­di­schem Fach­wis­sen über eine pro­fun­de Exper­ti­se in Bio­me­cha­nik und in bewe­gungs­wis­sen­schaft­li­chen Modu­len verfügen. 

Die kon­se­quen­te Bün­de­lung und Umset­zung die­ser Kon­zep­te machen uns bun­des­weit zu einer der füh­ren­den Insti­tu­tio­nen auf die­sem Gebiet.

Ope­ra­ti­ve Emp­feh­lun­gen haben wir auf­grund unse­res spe­zia­li­sier­ten Vor­ge­hens nur bei sehr fort­ge­schrit­te­nen Arthro­sen aus­spre­chen müs­sen. Ins­be­son­de­re bei Band­schei­ben­er­kran­kun­gen und myo­fas­zi­al domi­nier­ten Beein­träch­ti­gun­gen der Schulter‑, Ellenbogen‑, Hüft- u. Knie­ge­len­ke erzie­len wir sehr wir­kungs­vol­le nicht­ope­ra­ti­ve Behand­lungs­er­geb­nis­se. Wir gehö­ren bun­des­weit zu den füh­ren­den Insti­tu­tio­nen der “OP-Ver­mei­dung“.

Nut­zen Sie auch unser Ange­bot zur Zweit­mei­nung. Liegt Ihnen eine OP-Emp­feh­lung eines expo­nier­ten Kli­ni­kums oder einer renom­mier­ten Pra­xis vor, sichern wir Ihnen unse­re unab­hän­gi­ge und fai­re Bewer­tung zu.

 

„Die Zahl der Knie­ope­ra­tio­nen steigt in Deutsch­land dras­tisch: 200.000 künst­li­che Knie­ge­len­ke pro Jahr ….“

Schul­ter, Rücken, Knie – irgend­wann ver­schlei­ßen die Gelen­ke, am Ende steht oft eine Ope­ra­ti­on. Doch aus­ge­rech­net die häu­figs­ten Ein­grif­fe in der Ortho­pä­die (Schul­ter, Rücken, Knie) hel­fen vie­len Men­schen nicht. Jetzt zei­gen Ärz­te, dass es auch anders geht: indem sie mehr mit den Pati­en­ten sprechen.

Anstieg der Ope­ra­tio­nen in den letz­ten Jah­ren um +30 Prozent

Ope­ra­tio­nen an der Lendenwirbelsäule:

  •  2007: 45.2000 Ope­ra­tio­nen in deut­schen Krankenhäusern
  •  2015: 772.000 Operationen

Ope­ra­tio­nen an den Schul­ter­ge­len­ken wegen Engpasssyndrom:

  •  2007: 71.000 Operationen
  •  2015: 92.000 Operationen

Quel­le Bertelsmann-Stiftung

  • Beard, D. J., J. L. Rees, J. A. Cook, I. Rom­bach, C. Coo­per, N. Mer­ritt, B. A. Shir­key, J. L. Dono­van, S. Gwi­lym, J. Savu­les­cu, J. Moser, A. Gray, M. Jep­son, I. Tracey, A. Judge, K. War­to­low­s­ka, and A. J. Carr. 2018. ‚Arthro­scopic sub­a­cro­mi­al decom­pres­si­on for sub­a­cro­mi­al shoul­der pain (CSAW): a mul­ti­cent­re, prag­ma­tic, par­al­lel group, pla­ce­bo-con­trol­led, three-group, ran­do­mi­sed sur­gi­cal tri­al’, Lan­cet, 391: 329–38.

  • Østerås, N., T. Moseng, L. van Bode­gom-Vos, K. Dzied­zic, I. Mda­la, B. Nat­vig, J. H. Røt­te­rud, U. B. Schje­rv­heim, T. V. Vlie­land, Ø Andre­as­sen, J. N. Han­sen, and K. B. Hagen. 2019. ‚Cor­rec­tion: Imple­men­ting a struc­tu­red model for osteo­ar­thri­tis care in pri­ma­ry health­ca­re: A step­ped-wedge clus­ter-ran­do­mi­sed tri­al’, PLoS Med, 16: e1002993.

  • Smith, B. E., P. Hend­rick, M. Bateman, F. Moff­att, M. S. Rath­l­eff, J. Sel­fe, T. O. Smith, and P. Logan. 2019. ‚A loa­ded self-mana­ged exer­cise pro­gram­me for patellofe­mo­ral pain: a mixed methods fea­si­bi­li­ty stu­dy’, BMC Mus­cu­los­ke­let Dis­ord, 20: 129.

  • Mose­ley, J. B., K. O’Mal­ley, N. J. Peter­sen, T. J. Men­ke, B. A. Bro­dy, D. H. Kuy­ke­ndall, J. C. Hol­lings­worth, C. M. Ashton, and N. P. Wray. 2002. ‚A con­trol­led tri­al of arthro­scopic sur­ge­ry for osteo­ar­thri­tis of the knee’, N Engl J Med, 347: 81–8

  • Hedt­mann A., Kir­cher J.: Rota­to­ren­man­schet­ten­re­kon­struk­ti­on. Ob, wann und wie zu ope­rie­ren?, OUP 2016; 1:004–014 DOI 10.3238/oup.2015.0004–0014)

OP-Veredlung: Rehabilitation und Prähabilitation

Immer wie­der erzie­len Pati­en­ten nach künst­li­chem Gelenk­er­satz, nach Wir­bel­säu­len­ope­ra­tio­nen und nach kom­ple­xen Schul­ter- und Knie­ver­let­zun­gen trotz tadel­lo­sem tech­ni­schen OP-Ver­lauf und trotz klas­si­scher Reha­bi­li­ta­ti­on nicht die gewünsch­te Schmerz­re­du­zie­rung und nicht die erwar­te­te Funk­ti­ons­ver­bes­se­rung. In sol­chen Fäl­len decken unse­re Ana­ly­sen fast immer gra­vie­ren­de Defi­zi­te der Bewe­gungs­kon­trol­le auf. Um die­se Defi­zi­te aus­zu­glei­chen sind spe­zia­li­sier­te lern­mo­to­ri­sche Pro­gram­me (Neu­ro­or­tho­pä­die, Neu­ro­ath­le­tik) in den Reha­bi­li­ta­ti­ons­pro­zess zu inte­grie­ren. Wenn sich Behand­lungs­fort­schrit­te ver­zö­gern, ist es sinn­voll, uns früh­zei­tig zu kon­sul­tie­ren. 

Das Bewe­gungs­sys­tem des Men­schen kann man sehr gut mit Mario­net­ten ver­glei­chen. Die Figu­ren wer­den von den Pup­pen­schnit­zern, ver­gleich­bar den Ope­ra­teu­ren, geschaf­fen. Der Erfolg des Mario­net­ten­spiels wird ent­schei­dend vom Ein­satz der Pup­pen-Zügel erzielt. Die­se Zügel ent­spre­chen dem Muskel-System.

..wohl dem, der einen vir­tuo­sen Mario­net­ten­spie­ler zu Rate zieht.

Am effek­tivs­ten beginnt „OP-Ver­ed­lung” meh­re­re Wochen vor einem geplan­ten Ein­griff als Präha­bi­li­ta­ti­on. Denn neben der Qua­li­tät der Ope­ra­ti­on wird das funk­tio­nel­le OP-Ergeb­nis, also die Schmerz­frei­heit und die wie­der­ge­won­ne­ne Bewe­gungs­frei­heit, sehr wesent­lich von der post­ope­ra­ti­ven mus­ku­lä­ren Leis­tungs­fä­hig­keit bestimmt.

Je mehr Qua­li­tät in die Präha­bi­li­ta­ti­on inves­tiert wird, des­to kür­zer und wir­kungs­vol­ler gestal­tet sich die Reha­bi­li­ta­ti­on nach der Ope­ra­ti­on. Aus die­sem Grund haben wir für jedes OP-Ver­fah­ren und für jede Kör­per­re­gi­on spe­zia­li­sier­te „Vor-OP-Pro­gram­me — Präha­bi­li­ta­tio­nen“ ent­wi­ckelt. Kli­nik­chefs ambi­tio­nier­ter Kli­ni­ken ste­hen wir als Dienst­leis­ter zur Ver­fü­gung, ihr medi­zi­ni­sches Leis­tungs­an­ge­bot nach­hal­tig zu ergänzen.

  • Beck, H., F. Bey­er, F. Gering, K. P. Gün­ther, C. Lütz­ner, A. Walt­her, and M. Stieh­ler. 2019. ‚Sports The­ra­py Inter­ven­ti­ons Fol­lowing Total Hip Repla­ce­ment’, Dtsch Arz­tebl Int, 116: 1–8.
  • Hor­gan, Diar­muid, Helen Pur­till, Eva Ryan, and Kier­an O’Sullivan. 2020. ‚The impact of manu­al hand­ling trai­ning on beliefs regar­ding low back pain’, Euro­pean Jour­nal of Phy­sio­the­ra­py: 1–7.

Nacken- und Schulterzentrum

Für Nacken- und Schul­ter­schmer­zen gibt es in der kon­ven­tio­nel­len Ortho­pä­die oft­mals kei­ne aus­rei­chen­de Lösung. Die klas­si­sche Abklä­rung erfolgt über radio­lo­gi­sche Ver­fah­ren (Rönt­gen­un­ter­su­chun­gen, Kern­spin­to­mo­gra­phie) und bewer­tet vor­wie­gend Ver­schleiß­erschei­nun­gen, Band­schei­ben­ver­än­de­run­gen oder Gelenk­blo­cka­den. Bewe­gung und Ori­en­tie­rung im Raum ver­lan­gen aber eine äußerst eng abge­stimm­te Funk­ti­on mit dem Gleich­ge­wichts­sinn und dem Hör- und Seh­ver­mö­gen. Zusätz­lich besteht eine sehr enge Bezie­hung zu der Posi­ti­on der Kie­fer bzw. Zäh­ne und zu Fehl­funk­tio­nen der Kau­mus­ku­la­tur und der Kie­fer­ge­len­ke (sog. cra­nio­man­di­bu­lä­re Dys­funk­ti­on, CMD). Daher über­tra­gen sich Stö­run­gen die­ser Orga­ne gra­vie­rend auf den Nacken. Dass Emo­tio­nen sich auf die Nacken­mus­ku­la­tur pro­ji­zie­ren, ist ein tief ver­wur­zel­tes Ver­hal­tens­mus­ter. Sit­zen­de beruf­li­che Tätig­keit (Bild­schirm­ar­beits­platz), Bewe­gungs­man­gel, inten­si­ve Smart­pho­ne-Nut­zung, inef­fi­zi­en­tes Gerä­te­trai­ning und zu pas­si­ve Phy­sio­the­ra­pie beto­nen die­se Pro­ble­ma­tik oft zusätzlich.

Nach­hal­ti­ge Erfol­ge ver­lan­gen von Ärz­ten beson­ders hohe medi­zi­ni­sche Kom­pe­tenz und von Pati­en­ten Bereit­schaft zu kon­stan­ten Veränderungen.

Von allen Gelen­ken ver­langt die erfolg­rei­che Behand­lung von Schul­ter­ge­len­ken die weit­rei­chends­ten Zusatz­qua­li­fi­ka­tio­nen neben der klas­si­schen ortho­pä­disch-unfall­chir­ur­gi­schen Ausbildung.

Die Ana­ly­se der moto­ri­schen Ent­wick­lung von Säug­lin­gen in den ers­ten Lebens­mo­na­ten ver­deut­licht, wie unver­zicht­bar eine expo­nier­te „Mus­kel­ex­per­ti­se“ ist, um über­re­gio­nal füh­ren­des Schul­ter­zen­trum zu sein. Wir haben im Ortho-Medi­kum eine Kom­bi­na­ti­ons­be­hand­lung aus Neu­ral­the­ra­pie, aus Osteo­pa­thie, aus Shi­atsu und aus App­lied Kine­sio­lo­gy ent­wi­ckelt (free shoul­der –Orthome­di­kum), die die soge­nann­te Schul­ter­stei­fe (fro­zen shoul­der) zu einem Relikt wer­den lässt.

Zur opti­ma­len The­ra­pie­emp­feh­lung ana­ly­sie­ren wir in unse­rem Bewe­gungs­la­bor die Kör­per­hal­tung, die Bewe­gungs­gra­de der Gelen­ke, die Koor­di­na­ti­on und die Kraft­ent­fal­tung der Mus­ku­la­tur und den Ein­fluss von Atmung und Stress auf den Muskeltonus.

  • Beard, D. J., J. L. Rees, J. A. Cook, I. Rom­bach, C. Coo­per, N. Mer­ritt, B. A. Shir­key, J. L. Dono­van, S. Gwi­lym, J. Savu­les­cu, J. Moser, A. Gray, M. Jep­son, I. Tracey, A. Judge, K. War­to­low­s­ka, and A. J. Carr. 2018. ‚Arthro­scopic sub­a­cro­mi­al decom­pres­si­on for sub­a­cro­mi­al shoul­der pain (CSAW): a mul­ti­cent­re, prag­ma­tic, par­al­lel group, pla­ce­bo-con­trol­led, three-group, ran­do­mi­sed sur­gi­cal tri­al’, Lan­cet, 391: 329–38.
  • Hedt­mann A, Kir­cher J, Rota­to­ren­man­schet­ten­re­kon­struk­ti­on: Ob, wann und wie zu ope­rie­ren?, OUP 2016; 1:004–014 DOI 10.3238/oup.2015.0004–0014
  • Bai­ley, L. B., P. F. Beat­tie, E. Shan­ley, A. L. Seitz, and C. A. Thig­pen. 2015. ‚Cur­rent reha­bi­li­ta­ti­on app­li­ca­ti­ons for shoul­der ultra­sound ima­ging’, J Orthop Sports Phys Ther, 45: 394–405.
  • Pie­ters, L., J. Lewis, K. Kup­pens, J. Jochems, T. Bru­ijs­tens, L. Joos­sens, and F. Struyf. 2020. ‚An Update of Sys­te­ma­tic Reviews Exami­ning the Effec­ti­ve­ness of Con­ser­va­ti­ve Phy­si­cal The­ra­py Inter­ven­ti­ons for Sub­a­cro­mi­al Shoul­der Pain’, J Orthop Sports Phys Ther, 50: 131–41.
  • Yarznbo­wicz, R. 2020. ‚A pro­spec­ti­ve stu­dy of pati­ents with shoul­der pain and Mecha­ni­cal Dia­gno­sis and The­ra­py (MDT)’, J Man Manip Ther, 28: 41–48.
  • Wal­ker, T., E. Salt, G. Lynch, and C. Litt­le­wood. 2019. ‚Scree­ning of the cer­vi­cal spi­ne in sub­a­cro­mi­al shoul­der pain: A sys­te­ma­tic review’, Shoul­der Elbow, 11: 305–15.Littlewood, C., M. Bateman, K. Brown, J. Bury, S. Maw­son, S. May, and S. J. Wal­ters. 2016. ‚A self-mana­ged sin­gle exer­cise pro­gram­me ver­sus usu­al phy­sio­the­ra­py tre­at­ment for rota­tor cuff ten­di­no­pa­thy: a ran­do­mi­sed con­trol­led tri­al (the SELF stu­dy)’, Clin Reha­bil, 30: 686–96.
  • Litt­le­wood, C., M. Bateman, K. Brown, J. Bury, S. Maw­son, S. May, and S. J. Wal­ters. 2016. ‚A self-mana­ged sin­gle exer­cise pro­gram­me ver­sus usu­al phy­sio­the­ra­py tre­at­ment for rota­tor cuff ten­di­no­pa­thy: a ran­do­mi­sed con­trol­led tri­al (the SELF stu­dy)’, Clin Reha­bil, 30: 686–96.
  • Huang, T. S., J. J. Lin, H. L. Ou, and Y. T. Chen. 2017. ‚Move­ment Pat­tern of Sca­pu­lar Dys­ki­ne­sis in Sym­pto­ma­tic Over­head Ath­le­tes’, Sci Rep, 7: 6621.

  • Tooth, C., C. Schwartz, J. L. Croi­sier, S. Born­heim, O. Brüls, V. Deno­ël, and B. Forthom­me. 2020. ‚Acti­va­ti­on Pro­fi­le of Sca­pu­lar Sta­bi­li­zing Mus­cles in Asym­pto­ma­tic Peop­le: Does Sca­pu­lar Dys­ki­ne­sis Have an Impact on It?’, Am J Phys Med Reha­bil, 99: 925–31.

  • Har­vie, D. S., M. Bro­ecker, R. T. Smith, A. Meul­ders, V. J. Mad­den, and G. L. Mose­ley. 2015. ‚Bogus visu­al feed­back alters onset of move­ment-evo­ked pain in peop­le with neck pain’, Psy­chol Sci, 26: 385–92.

  • Lem­mens, J., J. De Pauw, T. Van Soom, S. Michiels, J. Ver­si­jpt, E. van Bre­da, R. Cas­tien, and W. De Her­to­gh. 2019. ‚The effect of aero­bic exer­cise on the num­ber of migrai­ne days, dura­ti­on and pain inten­si­ty in migrai­ne: a sys­te­ma­tic lite­ra­tu­re review and meta-ana­ly­sis’, J Hea­da­che Pain, 20: 16.

Rückenzentrum — Bandscheibenzentrum

Wesent­li­che Stu­di­en­ergeb­nis­se der letz­ten Jah­re ver­deut­li­chen, dass die größ­te Bewe­gungs­ver­bes­se­rung und die umfas­sends­te Schmerz­lin­de­rung dann erzielt wer­den, wenn die „Bewe­gungs­kon­trol­le“ opti­mal reha­bi­li­tiert wird. An die­ser Bewe­gungs­kon­trol­le sind die tie­fe, unbe­wusst agie­ren­de Mus­ku­la­tur, die ober­flä­chi­ge, über­wie­gend bewusst agie­ren­de Mus­ku­la­tur und die Steue­rung des Mus­kel­sys­tems und der Gelen­ke durch das Ner­ven­sys­tem betei­ligt. Die­se drei Kom­po­nen­ten müs­sen in ihrer Inten­si­tät und in der zeit­li­chen Abstim­mung ihrer Akti­vi­tät prä­zi­se zusammenarbeiten.

Dabei sind das Abstel­len fal­scher Bewe­gungs­ab­läu­fe und das Erler­nen span­nungs­ar­mer Bewe­gungs­mus­ter die ent­schei­den­den The­ra­pie­ele­men­te. Die­se wer­den am wir­kungs­volls­ten erreicht, wenn die Mus­kel­ak­ti­vi­tät wäh­rend der Trai­nings­pro­gram­me durch Bio­feed­back (BFB) gemes­sen und gesteu­ert wer­den kann. Beim BFB wer­den die Leis­tungs­da­ten der Mus­keln über Haut­kle­be­elek­tro­den erfasst und über ein Soft­ware­pro­gramm sicht­bar gemacht. So erhält man direkt Rück­mel­dung über die Akti­vi­tät der getes­te­ten Mus­ku­la­tur und lernt die­se Mus­keln gezielt anzusteuern. 

Zur opti­ma­len The­ra­pie­emp­feh­lung ana­ly­sie­ren wir in unse­rem Bewe­gungs­la­bor die Kör­per­hal­tung, die Bewe­gungs­gra­de der Gelen­ke und das Koor­di­na­ti­ons­ver­mö­gen und die Kraft­ent­fal­tung der Muskulatur.
 
  • Jimé­nez-Del-Bar­rio, S., M. T. Min­go-Gómez, E. Esté­ba­nez-de-Miguel, E. Saiz-Can­te­ro, A. I. Del-Sal­va­dor-Migué­lez, and L. Cebal­los-Lai­ta. 2020. ‚Adap­t­ati­ons in pel­vis, hip and knee kine­ma­tics during gait and mus­cle exten­si­bi­li­ty in low back pain pati­ents: A cross-sec­tio­n­al stu­dy’, J Back Mus­cu­los­ke­let Reha­bil, 33: 49–56.
  • Østerås, N., T. Moseng, L. van Bode­gom-Vos, K. Dzied­zic, I. Mda­la, B. Nat­vig, J. H. Røt­te­rud, U. B. Schje­rv­heim, T. V. Vlie­land, Ø Andre­as­sen, J. N. Han­sen, and K. B. Hagen. 2019. ‚Cor­rec­tion: Imple­men­ting a struc­tu­red model for osteo­ar­thri­tis care in pri­ma­ry health­ca­re: A step­ped-wedge clus­ter-ran­do­mi­sed tri­al’, PLoS Med, 16: e1002993.
  • Tooth, C., C. Schwartz, J. L. Croi­sier, S. Born­heim, O. Brüls, V. Deno­ël, and B. Forthom­me. 2020. ‚Acti­va­ti­on Pro­fi­le of Sca­pu­lar Sta­bi­li­zing Mus­cles in Asym­pto­ma­tic Peop­le: Does Sca­pu­lar Dys­ki­ne­sis Have an Impact on It?’, Am J Phys Med Reha­bil, 99: 925–31.
  • Meeus, Mira, Jo Nijs, Paul Van Wil­gen, Suzie Noten, Dori­en Gou­bert, and Ivan Hui­j­nen. 2016. “Moving on to Move­ment in Pati­ents with Chro­nic Joint Pain.” PAIN: CLINICAL UPDATES 24 (1): 1–8.
  • Nijs, J., E. Lluch Gir­bés, M. Lundberg, A. Mal­fliet, and M. Ster­ling. 2015. ‚Exer­cise the­ra­py for chro­nic mus­cu­los­keletal pain: Inno­va­ti­on by alte­ring pain memo­ries’, Man Ther, 20: 216–20.

Ortho-Medikum-SPORT

Kör­per­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit ver­langt mehr als Lak­tat­er­geb­nis­se, Puls­wer­te und Trainingspläne.

Sport­li­cher Erfolg und anhal­ten­de Gesund­heit basie­ren auf vier Säulen:

Die­se Säu­len der Gesund­heit wer­den in unse­rem Ortho-Medi­kum-SPORT ganz­heit­lich betrach­tet und mün­den in prä­zi­sen Therapieempfehlungen.

Fußzentrum‑, Hüftgelenk- und Leistenzentrum

Fußschmerzen

Schmer­zen der Füße resul­tie­ren – abge­se­hen von Ver­schleiß­erschei­nun­gen — aus Fuß­fehl­for­men, aus Fas­zi­en­rei­zun­gen, aus mus­ku­lä­ren Trig­ger­punk­ten und aus Stö­run­gen der Mikro­durch­blu­tung mit ent­zünd­li­chen Reizerscheinungen.

Das „Sys­tem Fuß“ wird über­for­dert, wenn die Fuß­mus­ku­la­tur die Anfor­de­run­gen an die Schwer­kraft nicht aus­glei­chen kann.

Die Gang­ana­ly­tik nach Frau Prof. Per­ry – der Begrün­de­rin der wis­sen­schaft­li­chen Loko­mo­ti­on – ist die Grund­la­ge unse­rer „Fuß­stra­te­gie“. Ohne Kennt­nis der bio­me­cha­ni­schen Beson­der­hei­ten der acht Gang­pha­sen, ins­be­son­de­re der unter­schied­li­chen Dreh­mo­ment­wir­kun­gen kön­nen weder kom­ple­xe Fra­gen im Leis­tungs­sport noch schwie­ri­ge medi­zi­ni­sche Fra­ge­stel­lun­gen opti­mal gelöst werden.

Achillessehnenbeschwerden

Aku­te Achil­les­seh­nen­be­schwer­den bedür­fen meis­tens kei­ner ärzt­li­chen The­ra­pie. Geziel­te Eigen­be­hand­lung mit aus­gie­bi­gen Deh­nun­gen der Mus­kel­ket­ten und loka­le Umschlä­ge oder Wickel mit Heil­erden, Pflan­zen­ex­trak­ten oder reiz­hem­men­den Lotio­nen füh­ren zu opti­ma­len Ergebnissen.

Chro­ni­sche Achil­les­seh­nen­ent­zün­dun­gen mit Gewe­be­schwel­lun­gen und Seh­nen­fa­ser­ris­sen kön­nen eine inten­si­ve the­ra­peu­ti­sche Her­aus­for­de­rung dar­stel­len. Die iso­lier­te Anwen­dung von Ein­zel­me­tho­den wie Osteo­pa­thie oder Aku­punk­tur greift in sol­chen Fäl­len nicht aus­rei­chend. Dies resul­tiert aus der Ursa­chen­viel­falt, aus der sich Achil­les­seh­nen­be­schwer­den zusam­men­set­zen. Wesent­li­che Grün­de sind Fuß­fehl­for­men und Fehl­funk­tio­nen von Mus­kel­ket­ten. In Ein­zel­fäl­len kann die Pro­ble­ma­tik durch Kie­fer­ge­lenk­dys­funk­tio­nen, Ent­zün­dungs­her­de der Zäh­ne oder eine Fehl­ok­klu­si­on mit Vor­kon­takt der Schnei­de­zäh­ne bei feh­len­der Eck­zahn­füh­rung mit­be­dingt sein. Ernäh­rungs­feh­ler (z. B. hist­amin­rei­che und säu­re­hal­ti­ge Ernäh­rung, Pro­te­in­über­schuss und der Kon­sum min­der­wer­ti­ger Koh­le­hy­dra­te oder unver­träg­li­cher Nah­rungs­mit­tel) stö­ren das wich­ti­ge immu­no­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht der Darm­flo­ra (Mikro­bi­om) und sind die Quel­le aggres­si­ver Stoffwechselprodukte.

Therapie im Fußzentrum

  • Fuß­fehl­for­men und vor allem Fuß­mus­kel­de­fi­zi­te wer­den erfolg­reich mit wei­chen sen­so­mo­to­ri­schen Ein­la­gen und Phy­sio­the­ra­pie (Gang­schu­lung, Spi­ral­dy­na­mik) behandelt.
  • Fas­zi­en­rei­zun­gen und Trig­ger­punkt­schmer­zen las­sen sich wir­kungs­voll durch kom­bi­nier­te osteo­pa­thi­sche Tech­ni­ken oder durch hoch­en­er­ge­ti­sche Stoß­wel­len behandeln
  • Stö­run­gen der Mikro­durch­blu­tung mit neu­ro­pa­thi­schen Schmer­zen kön­nen über Labor­wer­te und über Gefäß­un­ter­su­chun­gen (Dopp­ler-Ultra­schall, Duplex-ver­fah­ren) oft­mals nicht sicht­bar gemacht wer­den. Durch Bio­feed­back-Dia­gnos­tik ( βίος bios „Leben“ und engl. feed­back „Rück­mel­dung“) sind die­se Stö­run­gen der Mikro­zir­ku­la­ti­on aber erkenn­bar. Haut­leit­wert, Haut­tem­pe­ra­tur, Haut­wi­der­stand und Blut-Volu­men-Puls wer­den gleich­zei­tig über Haut­sen­so­ren regis­triert und bild­lich (z.B. Gra­phik, Bild) oder akus­tisch (z.B. Musik, Töne) als „feed­back“ bewusst erlebt. Über spe­zi­el­les Bio­feed­back-Trai­ning ler­nen die Test­per­so­nen, die Durch­blu­tung der Füße zu erhö­hen und die elek­tri­schen Haut­wer­te zu normalisieren.
  • Neben der Aku­punk­tur bewährt sich beson­ders die Chi­ne­si­sche Phy­to­the­ra­pie zur Behand­lung ent­zünd­li­cher Fer­sen­sporn- und Knochenhautschmerzen.
  • Ent­zünd­li­che Kom­po­nen­ten spre­chen beson­ders gut auch auf eine klas­si­sche Blut­egel-Behand­lung an.

Sensomotorische Einlagen

Die Form der Füße und beson­ders die Leis­tungs­fä­hig­keit der Fuß­mus­ku­la­tur beein­flus­sen die Hal­tung von Becken und Wir­bel­säu­le wesent­lich. Nach der Leh­re der cra­nio­sa­cra­len Osteo­pa­thie kön­nen von Dys­funk­tio­nen der Füße Kopf­schmer­zen, Schwin­del, Ohr­ge­räu­sche und Kie­fer­ge­lenk­stö­run­gen mit­be­dingt sein. Gang­un­si­cher­heit und erhöh­tes Sturz­ri­si­ko im Alter sind auch Fol­ge zuneh­mend schwa­cher Tast­sen­so­ren der Füße, ver­bun­den mit Taub­heits­ge­fühl und pel­zi­gen oder bren­nen­den Missempfindungen.

Sen­so­mo­to­ri­sche Ein­la­gen ver­bes­sern die unbe­wuss­te Tast­leis­tung der Füße und erhö­hen die Gang­si­cher­heit. Zusätz­lich kön­nen schmerz­haf­te Miss­emp­fin­dun­gen redu­ziert wer­den. Über die ver­bes­ser­te Fuß­sta­bi­li­tät erhö­hen sen­so­mo­to­ri­sche Ein­la­gen die Effi­zi­enz kie­fer­or­tho­pä­di­scher Behand­lun­gen. Medi­zi­ni­sche Daten aus Bewe­gungs­la­bo­ren und Erkennt­nis­se aus Kine­sio­lo­gie, Osteo­pa­thie und Spi­ral­dy­na­mik bie­ten die bes­te Grund­la­ge opti­ma­ler Sti­mu­la­ti­on der Fußmuskulatur.

  • Bey­er, R., M. Kong­s­gaard, B. Hougs Kjær, T. Øhlen­schlæ­ger, M. Kjær, and S. P. Magnus­son. 2015. ‚Hea­vy Slow Resis­tance Ver­sus Eccentric Trai­ning as Tre­at­ment for Achil­les Ten­di­no­pa­thy: A Ran­do­mi­zed Con­trol­led Tri­al’, Am J Sports Med, 43: 1704-11.
  • Rath­l­eff, M. S., C. M. Møl­gaard, U. Fred­berg, S. Kaa­lund, K. B. Ander­sen, T. T. Jen­sen, S. Aas­kov, and J. L. Ole­sen. 2015. ‚High-load strength trai­ning impro­ves out­co­me in pati­ents with plan­t­ar fascii­tis: A ran­do­mi­zed con­trol­led tri­al with 12-mon­th fol­low-up’, Scand J Med Sci Sports, 25: e292-300.

Hüftgelenk- und Leistenzentrum

Leis­ten­be­schwer­den sind nur in weni­gen Fäl­len durch Her­ni­en („Brü­che“) oder ech­te Hüft­ge­lenk­be­schwer­den (z.B. Camp-Impinge­ment, Pin­cer-Impinge­ment, Arthro­se oder Hüft­dys­pla­sie) bedingt. Leis­ten­be­schwer­den all­ge­mein und beson­ders die „Sport­ler­leis­te“ mit Scham­bein­ast­ent­zün­dun­gen („Sym­phy­si­tis“) wer­den vor­wie­gend durch mus­ku­lä­re Dys­ba­lan­cen der Bauch­mus­ku­la­tur oder der Bein­mus­kel­ket­ten bedingt.

Unsere Diagnostik

dyna­mi­sche Elek­tro­myo­gra­fie zur Ana­ly­se der Adduk­to­ren bzw. der tie­fen Bauchmuskulatur

Dyna­mi­sche Sono­gra­fie und Elas­to­gra­fie der tie­fen Bauch­mus­ku­la­tur und tie­fen Rücken­mus­ku­la­tur zur Ana­ly­se der Ansteuerung 
Legen­de zu den Bildern:

UG: Unter­haut­ge­we­be
O. e.: M. obli­quus exter­nus (obe­rer schrä­ger Bauch­mus­kel)
O. i. : M. obli­quus inter­nus (tie­fer schrä­ger Bauch­mus­kel)
Tr. a.: M. trans­ver­sus abdo­mi­nis (tie­fer que­rer Bauchmuskel)